Niedrigenergiehaus - Kennzeichen
Was kennzeichnet ein Niedrigenergiehaus, und wie erfüllt man die Forderungen?
- Optimale Gebäudeausrichtung und ein günstiges Verhältnis von Außenfläche zum Gebäudevolumen
- Ausgezeichneter Wärmeschutz
- Hohe Winddichtigkeit des Gebäudes
- Nutzung der solaren Energiegewinne durch verglaste Flächen
- Sehr geringer Heizwärmebedarf von 40–60 kWh je m2 Wohnfläche und Jahr
- Die Heizungsanlagen und die Warmwasserversorung müssen äußerst energiesparend ausgelegt werden
- Einsatz von Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung
Dies sind die wichtigsten Punkte, die bei der Planung und beim Bau eines Niedrigenergiehauses neben einer hervorragenden Bauausführung berücksichtigt werden müssen. Einige dieser Punkte wollen wir Ihnen näher erläutern.
Dicht ist Pflicht
Um den geforderten Heizwärmedarf zu realisieren, ist es besonders wichtig, dass alle Komponenten ineinander übergreifen. Denn es nützt die beste und teuerste Wärmedämmung nichts, wenn die Gebäudehülle nicht winddicht ist und Wärmebrücken nicht beseitigt sind, durch die dann wertvolle Heizenergie entweichen kann.
Ebenso wenig sollte der benötigte Luftaustausch durch "Fenster aufreißen" zustande kommen – die Gründe sind die gleichen. Hier ist die kontrollierte Wohnungslüftung zwingend erforderlich.
Blower-Door-Test
Eines der wichtigsten Ziele bei neuen Gebäuden nach der Energieeinsparverordnung ist die Gebäudedichtigkeit, an die in Zukunft noch höhere Anforderungen gestellt werden. Um die Dichtigkeit des Gebäude festzustellen, ist es möglich, einen sogenannten "Blower-Door-Test" durchführen zulassen. Hier darf sich bei 50 Pascal Druckunterschied im Einfamilienhaus kein größerer Außenluftwechsel als 1,0 mal pro Stunde einstellen.
Der Test sollte nach dem Einbau der luftdichten Schicht durchgeführt werden, noch bevor die Räume tapeziert und gestrichen werden. So können eventuell vorhandene Leckagen schneller erkannt werden und notwendige Nachbesserungen problemlos und mit geringem Aufwand und Kosten durchgeführt werden.

